Internationaler Austausch über moderne ECMO-Therapie
Budapester Delegation zu Gast an der Neonatologie in Mannheim: Gemeinsame Expertenrunde beschäftige sich mit ECMO-Behandlungen für Neugeborene.
Prof. Dr. med. Florian Kipfmüller (Mitte) mit dem Fachteam der Semmelweis Universität Budapest
Vor kurzem durfte die Klinik für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin des Universitätsklinikums Mannheim gemeinsam mit ihrem Klinikdirektor, Prof. Dr. med. Florian Kipfmüller, eine besondere Fachgruppe aus Ungarn begrüßen. 15 Expert:innen für Neonatologie, Intensivpflege und Kinderchirurgie der Semmelweis Universität Budapest besuchten das Universitätsklinikum Mannheim.
Unter der Leitung von Dr. Barbara Szasz hat das Team in den letzten zwei Jahren das erste nationale ECMO-Zentrum für Neugeborene in Ungarn etabliert und bereits zahlreiche junge Patient:innen erfolgreich behandelt. Nach monatelangem virtuellen fachlichen Austausch bot der persönliche Besuch eine wertvolle Gelegenheit für einen intensiven fachlichen Dialog.
Auf dem Programm standen unter anderem:
- gemeinsame Visiten auf der neonatologischen Intensivstation
- Vergleich und Diskussion von ECMO-Behandlungsprotokolle
- intensive Fachgespräche, die auch über den Arbeitstag hinausgingen – zum Management schwerkranker Neugeborener, z. B. mit angeborener Zwerchfellhernie (CDH) oder Mekoniumaspirationssyndrom
- gemeinsames Besprechen echokardiographischer Befunde
Das ECMO-Programm in Mannheim war das erste seiner Art in Deutschland. Seit 1987 wurden hier über 1.000 Neugeborene und Kinder mittels ECMO behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Versorgung von Neugeborenen mit angeborener Zwerchfellhernie (CDH) – der häufigsten Indikation für eine ECMO-Therapie in dieser Altersgruppe.
Die Klinik für Neonatologie schätzt den offenen und fachlichen Austausch und erkennt den Besuch als wertvolle Bereicherung für das Team an. Darüber hinaus freut sie sich auf eine weitere Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen aus Budapest.