Starker Jahrgang feiert Abschluss an der OTA/ATA-Schule
Ein warmer Applaus erfüllt die Aula 3 der Akademie, Jubelrufe hallen durch die Flure – ein Tag voller Emotionen, Stolz und Erleichterung. Schon seit den Morgenstunden lag eine besondere Stimmung in der Luft. Nun ist es offiziell – die Absolventinnen und Absolventen der OTA- und ATA-Ausbildung feiern ihren erfolgreichen Abschluss an der Akademie.
Gruppenfoto des Abschlusskurses vor der UMM Akademie
In diesem ersten Abschlusskurs des Jahres haben insgesamt 11 Anästhesietechnische Assistentinnen und Assistenten (ATA) sowie 20 Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten (OTA) ihre Ausbildung erfolgreich beendet.
Bei der feierlichen Übergabe der Examen wurde die enge Verzahnung von Theorie und Praxis deutlich: Neben Lehrkräften und Angehörigen waren auch Praxisanleitende des Klinikums sowie Pflegedirektor Rayk Oemus-Diehl vor Ort, um den erfolgreichen Abschluss zu begleiten und zu würdigen.
Der Weg bis zur Abschlussfeier war anspruchsvoll: Bereits im Januar stellten sich die Auszubildenden an drei Tagen den schriftlichen Prüfungen. Es folgte die Phase der praktischen Examen, die sich über zwei Tage erstreckte. Den Abschluss bildeten nun die mündlichen Prüfungen, die an drei Tagen Mitte März stattfanden.
Die Absolventinnen und Absolventen treten nun in verantwortungsvolle Berufe im Gesundheitswesen ein. OTAs übernehmen eine zentrale Rolle im Operationsdienst, indem sie chirurgische Eingriffe vorbereiten, begleiten und nachbereiten sowie höchste Hygienestandards gewährleisten. ATAs hingegen sind maßgeblich an der Betreuung von Patientinnen und Patienten rund um die Narkose beteiligt und sorgen gemeinsam mit dem Anästhesieteam für Sicherheit und Stabilität während und nach operativen Eingriffen.
Beide Berufsbilder erfordern nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Empathie – Kompetenzen, die in der dreijährigen Ausbildung mit über 2.100 Stunden Theorie und mindestens 2.500 Stunden Praxis intensiv vermittelt werden.
Die Aula 3 der UMM Akademie war bei der Examensfeier voll besetzt
OTA-Kursleiterin Lena Müller übergibt das Zeugnis an eine Absolventin
Lena Müller, stellvertretende Schulleiterin der OTA/ATA-Schule, beschreibt die intensive Zeit mit den Auszubildenden so: „In den drei Jahren hat man eine extreme Bindung zu den Auszubildenden aufgebaut. Gerade die Examensphase ist wahnsinnig intensiv, man unterstützt und betreut und es fließen auch Tränen. Ich habe am Ende immer gemischte Gefühle. Natürlich freut man sich, wenn die Examen bestanden sind, aber man fiebert auch sehr mit.vSie dürfen nie den Glauben an sich selbst verlieren, nie die Hoffnung verlieren. Auch wenn sie mal zweifeln, dürfen sie nie aufgeben, sondern müssen weitermachen. Sie sollten sich immer wieder bewusst machen, wieso sie diesen besonderen Beruf gelernt haben und wie erfüllend er auch ist.“
Auch Florian Wittmann, Pflegedienstleiter OP an der UMM, betont die Bedeutung des Nachwuchses: „Die OP-Kräfte sind für uns die Zukunft auch für das gesamte Unternehmen. Die Berufe sind sehr gefragt. Wir profitieren definitiv von unserer eigenen Ausbildung und sind sehr stolz darauf, dass die meisten auch bei uns im Unternehmen bleiben. Gerade im OP gehen wir immer wieder neue Wege, probieren neue Dinge aus. Dafür braucht man natürlich das richtige Personal. Unsere Auszubildenden sind darauf super vorbereitet und helfen uns sehr.“
Mit ihrem Abschluss leisten die frisch examinierten Fachkräfte einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung – ein Erfolg, der an diesem Tag gebührend gefeiert wurde und zugleich den Beginn eines neuen, verantwortungsvollen Kapitels markiert.