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Forschungsschwerpunkte

Vermeidung von Komplikationen in der Endoskopie

Ziel ist es, den Nutzen komplexer, evidenzbasierter endoskopischer Verfahren zu maximieren und gleichzeitig Komplikationen zu reduzieren. Untersucht wird, welche Form der Unterstützung bei der Durchführung von Eingriffen erforderlich ist. Dies umfasst neben technischen Aspekten des klinischen Alltags auch patientenbezogene Faktoren sowie individuelle und soziale Ressourcen.

Dokumentation und Bewertung von Komplikationen

Fokus ist die möglichst automatisierte Erfassung und strukturierte Auswertung von Komplikationen, um systematisch daraus zu lernen und Versorgungsprozesse zu verbessern. Erste Ergebnisse wurden in npj Digital Medicine publiziert.
 

AHEAD (Application-oriented Healthcare Development Environment)

AHEAD adressiert die anwendungsnahe Digitalisierung mit klarem patientenbezogenem Mehrwert. Unter medizinischer Leitung von Prof. Sebastian Belle  wird untersucht, wie einzelne Digitalisierungsschritte im Gesundheitssystem sinnvoll verknüpft werden können. Eine zentrale klinische Fragestellung ist, welche Patientinnen und Patienten von einer stationären gegenüber einer ambulanten Durchführung endoskopischer Interventionen profitieren. Nicht jeder Eingriff erfordert einen stationären Aufenthalt; für ausgewählte Patientinnen und Patienten kann die ambulante Versorgung bei gleicher Sicherheit Vorteile bieten. Die Entscheidungsfindung ist eng an die Patientensicherheit gekoppelt und berührt zugleich Aspekte der sektorenübergreifenden Versorgung. Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gefördert und erfolgt im Rahmen eines Konsortiums.
 

PRIMA

Entwicklung von Biomarkern zur Vorhersage des Progressionsrisikos beim Barrett-Ösophagus

Der Barrett-Ösophagus (BE) ist eine metaplastische Veränderung der Ösophagusschleimhaut und gilt als Vorläuferläsion des Ösophagus-Adenokarzinoms (OAK). Bei etwa 0,3 % der Patientinnen und Patienten mit Barrett-Ösophagus entwickelt sich im Verlauf ein Karzinom. Die frühzeitige Identifikation von Personen mit erhöhtem Progressionsrisiko ist entscheidend für Prognose und Überleben.

Die Risikostratifizierung ist derzeit limitiert, da dysplastische oder prognostisch relevante Areale endoskopisch häufig nur schwer zu erkennen sind und valide histologische oder molekulargenetische Biomarker bislang nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

In Zusammenarbeit mit dem DKFZ und dem renommierten Forscher Karol Nowicki-Osuch entwickeln wir Biomarker zur präziseren Vorhersage des Progressionsrisikos vom Barrett-Ösophagus zum Karzinom. Ziel ist es, Hochrisikopatientinnen und -patienten frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu überwachen, während gleichzeitig unnötige Belastungen und Ängste bei Personen mit niedrigem Risiko reduziert werden.

UNSERE PARTNERINNEN UND PARTNER

Konsortium und Förderer

Das TEDIAS und AHEAD Konsortium schafft mit den Partnerinnen und Partnern ein Framework für die Entwicklung und Validierung von Digitalisierungslösungen in einem integrierten Setting und bietet ein interdisziplinäres Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie Entwicklerinnen und Entwicklern.

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