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Das Zentrale Belegungsmanagement (ZBM) ist eine Stabstelle der Geschäftsführung. Sie stellt eine wesentliche Komponente der Patientenverwaltung einer modernen Universitätsmedizin dar. Es bietet eine systematische und koordinierte Methode, um die Nutzung von Bettenkapazitäten effizient zu gestalten und die Patientenversorgung zu optimieren.
Die Kernaufgabe des ZBM umfasst dabei die Verteilung von Patienten anhand ihrer entsprechenden Anforderungen. Zu den verschiedenen Patientenmerkmalen zählen beispielsweise die Überwachung mittels Telemetrie, die Isolationspflicht im Falle von Infektionskrankheiten sowie die Unterbringung in einer spezifischen Klinik zur fachgerechten Behandlung der Erkrankung.
Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Vermeidung von Engpässen in einer oder mehreren Kliniken, die durch das Erkennen und Kombinieren der freien Bettenkapazitäten der gesamten UMM erreicht wird. Darüber hinaus wird die Wartezeit für Patienten durch einen optimierten Transfer verkürzt.
Was unterscheidet das Zentrale Belegungsmanagement vom Patientenmanagement der Fachkliniken?
Es ist von entscheidender Bedeutung, darauf aufmerksam zu machen, dass das ZBM die Aufgaben des Patientenmanagements nicht übernimmt oder ersetzt. Stattdessen ist eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit vorgesehen, in der das ZBM als zentraler Ansprechpartner agiert. In diesem Kontext ist es entscheidend, dass das ZBM bei Belegungsanfragen zur fachübergreifenden Erkennung und Forcierung der Bettenressourcen beiträgt. Diese Entlastung der Fachkliniken wird insbesondere durch die Integration des ZBM in den gesamten Bettenkreislauf als zentrale Anlaufstelle für Informationen erreicht.
Die drei Kernaufgaben des jeweiligen Patientenmanagements der Fachklinik umfassen grundsätzlich die Planung von Elektivpatienten, Koordination von OP- und Interventionspatienten sowie das Entlassmanagement der eigenen Patienten.
Die Kernkompetenz des ZBM hingegen ist die zielgenaue Abverlegung von Patienten aus der Zentralen Notaufnahme (ZNA) und der Notaufnahme-Station (NAS) auf die Stationen der Fachkliniken. Zusätzlich soll perspektivisch auch die Koordination von Abverlegungen der Intensivpatienten auf periphere Stationen sowie UMM-interne Verlegungsanfragen übernommen werden.
Warum ist ein Zentrales Belegungsmanagement in der UMM sinnvoll?
Die Einführung eines Zentralen Belegungsmanagements an der UMM resultiert aus den steigenden Anforderungen an eine effiziente Ressourcenverwaltung. Mit der Zunahme von Patientenzahlen, der Vielfalt an Fachdisziplinen und der Notwendigkeit, Notfall- und Elektivpatienten gleichermaßen gerecht zu werden, wurde klar, dass eine dezentrale Organisation nicht ausreicht. Als universitärerer Supramaximalversorger der Metropolregion Rhein-Neckar mit über tausend belegbaren Betten, erfüllt die UMM nicht nur einen Versorgungsauftrag der Stadt Mannheim, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Versorgung von möglichen Verletzten bei Großschadensfällen (zum Beispiel Unfälle in der BASF, auf den Autobahnen A5 und A6 sowie dem nahegelegenen Flugplatz).
So ist das Ziel des Zentralen Belegungsmanagement diese Herausforderungen systematisch anzugehen. Es stellt sicher, dass alle Patienten möglichst zeitnah und entsprechend ihrer Bedürfnisse versorgt werden. Gleichzeitig schafft es wirtschaftliche Vorteile durch eine optimierte Auslastung der Bettenkapazitäten. Des Weiteren ist zu bedenken, dass im Zuge der Krankenhausreform die UMM eine noch zentralere Rolle in der Versorgung der Stadt Mannheim und ihrem Einzugsgebiet einnehmen wird und weiter steigende Patientenzahlen bewältigen muss.
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Ansprechpartner
Dr. Benjamin Högerle
Ärztlicher Leiter Zentrales Belegungsmanagement
benjamin.hoegerle@ umm.de
Telefon 0621/383-6814