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Anne-Sophie Mutter besucht Musiktherapie am MCC

Geigenvirtuosin Anne-Sophie Mutter informierte sich am Mannheim Cancer Center über innovative musiktherapeutische Forschungsprojekte für Krebspatienten.

Prof. Dr. Wolf-K. Hofmann, Prof. Dr. Ralf-Dieter Hofheinz und Christine Gäbel freuten sich sehr über den prominenten Besuch von Anne-Sophie Mutter (Bildmitte)

Die internationale Ausnahmekünstlerin und Geigenvirtuosin Anne-Sophie Mutter hat die Universitätsmedizin Mannheim besucht. Dabei war sie an der Arbeit und den Projekten der Musiktherapeutischen Abteilung am Mannheim Cancer Center (MCC) sehr interessiert. Als ehemalige Präsidentin der Deutschen Krebshilfe (DKH) hatte Anne-Sophie Mutter in den Jahren 2021-2025 wesentlich dazu beigetragen, dass durch die DKH ein Förderschwerpunktprogramm „Musiktherapie in der Onkologie“ entwickelt und ausgeschrieben wurde.

Nach der Begrüßung durch den Direktor der III. Medizinischen Klinik und Vorstandsvorsitzenden des MCC Professor Dr. Wolf-K. Hofmann konnte Anne-Sophie Mutter die Therapieeinheit der Musikmedizin besichtigen.
Prof. Dr. Ralf-Dieter Hofheinz, Leiter des TagesTherapieZentrums (TTZ) und der musiktherapeutischen Abteilung im MCC, stellte das Projekt zum gezielten Einsatz von musiktherapeutischen Elementen in einer randomisierten dreiarmigen Studie bei Patienten mit Darmkrebs vor, das von der Krebshilfe mit etwa 750.000 Euro gefördert wird. Das Ziel dieser Studie ist der Vergleich der alleinigen „Rezeption“ von Musik mit der aktiven musikalischen Beteiligung der Patienten. 

Die Musiktherapeutin Christine Gäbel, die die Studie federführend durchführt, erläuterte die verschiedenen zum Einsatz kommenden Instrumente, die teilweise durch direkte Interaktion mit den Patienten ihre Wirkung zum Beispiel bei einer der häufigsten Nebenwirkung von Krebstherapien, der Polyneuropathie, entfalten können.

Anne-Sophie Mutter brachte während des Besuches ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass diese wichtige und bisher noch nicht ausreichend beachtete Möglichkeit der komplementären Therapie bei Krebspatienten zu einer Verbesserung der Lebensqualität während der krankheitsspezifischen Therapie führen wird und die Ergebnisse der Studien eine Überführung der Musiktherapie in die Regelversorgung ermöglichen.

Musiktherapie in der Onkologie:

Die therapeutische Wirkung von verschiedenen Musikformen speziell in der Onkologie ist bereits exemplarisch bewiesen. Einige Studien zeigen, dass durch den gezielten Einsatz von Musikformen (teilweise in Kombination mit Psychotherapie) die Lebensqualität und der Verlauf von Krebserkrankungen positiv beeinflusst werden. Objektivierbar ist das z. B. durch eine Reduktion von Fatigue und Ängsten sowie eine Besserung des Schlafes durch den Einsatz von Musik(therapie). Damit zählt die Musiktherapie zu einer wichtigen Ergänzung in der Behandlung von Tumorpatienten. Die aktive Einbeziehung des Patienten in die musikalischen Aktivitäten ist bisher nicht oder nur wenig untersucht. Entsprechende Studien werden in der musiktherapeutischen Abteilung des Mannheim Cancer Centers durchgeführt.

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